Die, die alles verloren haben… – Ev. Kinderwelt Dinslaken

Starkregen hat in der vergangenen Woche den Westen Deutschlands in NRW und Rheinland-Pfalz verwüstet. 40.000 Menschen gelten als direkt betroffen, mindestens 170 Menschen verloren ihre Leben, viele werden noch vermisst. Unermüdlich sind Einsatzkräfte von Polizei und Bundeswehr sowie unzählige ehrenamtliche Helfer des THWs (Technisches Hilfswerk) bei Hilfseinsätzen beschäftigt. Dazu gehören die Suche nach Vermissten, Logistik-Transporte mit Material und Verpflegung, aber auch die Prüfung der Statik von evtl. einsturzgefährdeten Gebäuden.

Menschen, die alles verloren haben, befinden sich in Evakuierungsstellen und sollen nach und nach in Hotels und Einzelunterkünften untergebracht werden. Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnt vor Sammelunterkünften für die Flutopfer, in denen sich die Delta-Variante des Corona-Virus schnell verbreiten könnte: „Es wäre fatal, wenn die ohnehin dramatische Situation in den Hochwasserregionen durch massenhafte Infektionen mit der Delta-Variante zusätzlich erschwert würde.”

Doch was bedeutet es für Menschen, ihr Leben gerettet und doch alles verloren zu haben? „Alles“ heißt nicht nur das Dach über dem Kopf. Es bedeutet ein Heim, in dem eine Familie zu Hause war, das Kinder hat aufwachsen und Menschen alt werden sehen. Zu diesem Heim gehören die liebgewonnen und mit Sorgfalt ausgesuchten Möbel und Gegenstände, die ein Haus zu einem Zuhause machen. Und auch die Erinnerungen, die damit verbunden sind. Fotos von Kindern, Eltern und Großeltern, die geerbte Vitrine, die ersten Schuhe des Kindes, in denen es laufen gelernt hat. Tagebücher, der Lieblingsschal, Wintersachen, die im Keller gelagert wurden…

„Alles verlieren“ heißt neu anfangen, wieder aufbauen. Aber die, die in der vergangenen Woche alles verloren haben, sind nicht allein. In solcher Zeit sind wir alle gefragt. Viele Menschen setzen sich persönlich ein und helfen vor Ort. Wir aber können ebenfalls helfen. Helfen, Menschen neuen Mut zu geben und finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, damit sich die, die verloren haben, wieder etwas aufbauen können. Solidarität heißt, sich gegenseitig zu helfen und sich zu unterstützen. Dafür haben die Evangelische Kirche im Rheinland und die Diakonie RWL ein Spendenkonto eingerichtet. Jeder kann online direkt hier spenden oder per Überweisung unter folgender Bankverbindung:

Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20
Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Vielen Dank für Ihre Solidarität!

Das Team der Ev. Kinderwelt Dinslaken

 

Text: Isabel Uhlenhut
Foto: Pixabay