Bereits im Vorfeld wurde die Übernachtung gemeinsam mit den Kindern geplant und gestaltet. Von der Themenfindung bis hin zu den Aktionen konnten die Kinder ihre Ideen einbringen und mitentscheiden. Der Tagesablauf wurde verbindlich mithilfe von Metacom-Symbolen visualisiert. Diese klare Struktur gab allen Kindern Orientierung und Sicherheit – besonders auch denen, die neuen oder ungewohnten Situationen eher vorsichtig begegnen.
Der Tag war geprägt von vielfältigen, fantasievollen Angeboten rund um das Thema.
Am Morgen brachten die Kinder ihre Übernachtungssachen mit und mittags wurden dann die Schlafräumlichkeiten bezogen und eingerichtet. Dann ging es nochmal zum Ausruhen nach Hause.
Aufgeregt kamen alle am frühen Abend wieder in die Kita. Es ging sofort los zur fantastischen Reise ins Abenteuerland- der Schatzsuche. Aufgaben mussten bestanden werden und Rätsel gelöst werden. Immer wieder sagten wir den Spruch des Juniorclub´s: „Neues ist spannend, Neues macht Spaß, neues heißt wachsen, probier doch mal was!“
Im Abenteuerland (benachbarte Kath. Kita) angekommen, wurde gemeinschaftlich der Schatz gefunden. Nach dem Abendessen durfte eine fröhliche Party nicht fehlen, bei der Gemeinschaft und Lebensfreude im Mittelpunkt standen. Ein weiteres Highlight war – wie jedes Mal – die spannende Nachtwanderung, die Mut, Vertrauen und Zusammenhalt stärkte.
Müde und zufrieden legten sich die Kinder anschließend schlafen. Eine thematisch passende Geschichte half ihnen, zur Ruhe zu kommen und den erlebnisreichen Tag abzuschließen.
Am nächsten Morgen starteten alle gemeinsam mit einem gemütlichen Frühstück in den Tag. Bei der Abholung nutzten die Eltern die Gelegenheit, sich bei einer Tasse Kaffee über die Erlebnisse auszutauschen.
Aus pädagogischer Sicht bot die Übernachtung den Kindern wertvolle Entwicklungsimpulse: Sie konnten ihre Selbstständigkeit erweitern, Verantwortung für sich und ihre Sachen übernehmen und wichtige soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme, Kooperation und Gemeinschaft erleben und stärken. Gleichzeitig wurden durch das fantasievolle Thema Kreativität und Vorstellungskraft angeregt. Die Erfahrung, eine Nacht ohne Eltern in vertrauter Umgebung zu meistern, stärkte zudem das Selbstvertrauen und die emotionale Sicherheit der Kinder – ein bedeutender Schritt auf dem Weg in die Schule.
Die Übernachtung war für alle ein unvergessliches Erlebnis. Die Kinder waren sich einig und fragten begeistert: „Wann übernachten wir wieder?“
Text & Bilder: Britta Fröbus-Herrmann