Was tun, wenn die Kinder abends im Bett sind? – Ev. Kinderwelt Dinslaken

Na, lesen! Ihnen geht es aber vielleicht wie mir: Mir fallen nach einem anstrengenden Tag einfach die Augen zu. Und niemand in Sicht, der mir vorlesen will…

In diesem Fall hätte ich etwas für Sie: Erstmalig in diesem Jahr findet das LiteraPur – das Literaturfestival in Eichstätt – digital und online statt, somit erreichbar für jedes digitale Endgerät.

Die Projektidee ist einfach: Jedes Jahr im Frühjahr lädt die Kath. Universität Eichstätt- Ingolstadt junge, noch unbekannte, aber auch etablierte Autor*innen ein und schaffen dort Begegnungsmöglichkeiten mit Studierenden und Besuchern.

In diesem Jahr durch Corona in dieser Form leider nicht möglich, aber Dr. Michael Kleinherne, Autor, Dozent für Kreatives Schreiben an der Uni Eichstätt und Initiator des Festivals, wollte eben doch etwas möglich machen. So organisierte er vom 17. bis 21. Mai 2021 mehrere Online-Lesungen. Der Eintritt ist frei. Anmelden können Sie sich bis zum 18. Mai unter: literapur@gmail.com. Sie erhalten dann die Zoom-Zugangsdaten zu den jeweiligen Lesungen.

Hier das Programm:

Montag, 17.05.2021, 20 Uhr: Eröffnung und Lesung mit Norbert Scheuer und „Winterbienen“ (Verlag C.H. Beck). Darin erzählt er von einem an Epilepsie erkrankten jungen Mann, der im Jahr 1944 jüdische Flüchtlinge in präparierten Bienenstöcken über die deutsch-belgische Grenze in Sicherheit bringt. Moderiert wird die Lesung von Martin Hielscher, Programmleiter für Literatur beim Verlag C. H. Beck.

Mittwoch, 19.05.2021, 20 Uhr: Lesung mit Katharina Adler und „Ida“ (Rowohlt Verlag). Hier erzählt sie die Geschichte ihrer Ur-Großmutter, die als Patientin Sigmund Freuds – unter falschem Namen – berühmt wurde. Es ist die Geschichte einer eigenständigen Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, spannend und als Plädoyer für die Wahrheit der Empfindung geschrieben.

Freitag, 21.05.2021, 20 Uhr: Lesung mit Titus Müller und „Die goldenen Jahre des Franz Tausend” (Heyne). Franz Tausend behauptete 1924, er könne Gold in großen Mengen herstellen. Weshalb namhafte Industrielle ihm Geld vorstreckten – und verloren.

Warum ich Ihnen diesen Vorschlag mache? Ganz einfach: In all unseren Einrichtungen ist (Vor-)Lesen ein zentraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Nicht nur, dass Inhalte und Wissen vermittelt, Sprachkompetenz erweitert und die Fantasie beflügelt wird, nein, Lesen fördert insbesondere auch die emotionale, physische und psychische Ausgeglichenheit. Und was für die Kinder gilt, macht auch vor uns nicht halt.

Die Corona-Pandemie ist für uns alle anstrengend. Gönnen Sie sich also eine kleine Auszeit! Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß!

Ihre Isabel Uhlenhut, Ev. Kinderwelt Dinslaken

 

Text: Isabel Uhlenhut
Bild: Pixabay