Ev. Kinderwelt als Ausbildungsbetrieb – Bundesweite Fachkräfteoffensive

„Sechs angehende Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr sowie vier PIA-Auszubildende werden in der Ev. Kinderwelt Dinslaken zum neuen Kita-Jahr ab August ihre Tätigkeit aufnehmen“, freut sich Fachberaterin Monika Flock. „Die letzte offene Stelle in Walsum haben wir jetzt besetzt.“

Der Verbund von zwanzig Kitas und vier Großtagespflegestellen innerhalb des Ev. Kirchenkreises Dinslaken versteht sich als Ausbildungsbetrieb im Sinne des Bundesprogramms „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher – Nachwuchs gewinnen, Profis binden“ und wurde als solcher von Bundesministerin Dr. Franziska Giffey ausgezeichnet. Ziel des Projektes ist es, Fachkräfte zu gewinnen und im Beruf zu halten.

„Wir freuen uns über die Auszeichnung“, so Geschäftsführer Reimund Schulz, „denn qualifizierte Anleitung in der Ausbildung und gute berufliche Perspektiven für die Fachkräfte sind Grundlage für die Qualität von Bildung und Erziehung in unseren Kitas. Wenn also im neuen Kita-Jahr die Hälfte unserer Kitas neue Fachkräfte ausbildet, sind wir auf dem richtigen Weg!“

Die Ev. Kinderwelt Dinslaken feiert in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. Der Verbund unterhält Einrichtungen in sechs Städten und Gemeinden und beschäftigt über 270 Mitarbeitende. „Ich bin von Anfang an bei der Ev. Kinderwelt“, erklärt Erzieherin Daniela Rühl. „Wir sind ein großer Verbund und so ist auch berufliche Veränderung und Entwicklung innerhalb des Verbundes jederzeit möglich. Für jede angehende Fachkraft bietet sich hier eine große Chance, auch durch die breite regionale Aufstellung.“

Eine Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher erfolgt in der Regel durch eine zweijährige Ausbildung an einer Fachschule mit abschließendem Anerkennungsjahr. Im Rahmen der Fachkräfteoffensive wurde eine zusätzliche Ausbildungsform initiiert und etabliert: die praxisintegrierte Ausbildung mit integriertem Anerkennungsjahr, die sogenannte PIA. Der Vorteil ist hier eine Vergütung für die Auszubildenden, die während einer regulären Fachschulausbildung nicht vorgesehen ist.

„Die Fachkräfteoffensive wird von 2019 bis 2022 mit rund 300 Millionen Euro gefördert und kommt bundesweit 5.000 PIA-Beschäftigten zugute“, erklärt Reimund Schulz. „Wir hoffen, mit unserem Engagement Personallücken im Erziehungsbereich aktiv entgegen zu wirken und unseren Auszubildenden einen hervorragenden Start ins Berufsleben zu ermöglichen.“

Isabel Uhlenhut